Adenotomie bei vergrößerten Rachenmandeln

Schleimhautpolypen in der Nase müssen unterschieden werden von den im Volksmund so genannten „Polypen“ im Nasen-Rachen-Raum. Diese ‚Polypen‘ findet man bei Kindern, und es handelt sich um vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide), die eine verstärkte Nasensekretion, behinderte Nasenatmung mit Mundatmung und Folgestörungen z.B. an den Ohren oder an den Luftwegen nach sich ziehen. In solchen Fällen der vergrößerten Nasen-Rachen-Mandel ist nicht selten die Entfernung dieses Befundes angezeigt, die Adenotomie.  

Das lymphatische Gewebe der Nasen-Rachen-Mandel (Adenoide) schwillt bei Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren häufig an. Hierdurch wird der Nasen-Rachen-Raum verschlossen; dies fördert die Entstehung wiederkehrender Mittelohrentzündungen und chronischer Mittelohrergüsse. Im Normalfall verringert sich die Größe der Adenoide mit zunehmendem Alter, besonders etwa ab dem sechsten oder siebten Lebensjahr.

Typische Symptome für Adenoide sind neben einer behinderten Nasenatmung: Schnarchen, Appetitlosigkeit, nasaler Stimmklang, ständige Mundatmung, gestörter Nachtschlaf, Anfälligkeit für Infektionen der Luftwege, wiederkehrende Mittelohrentzündungen, chronische Tubenventilationsstörungen mit Schwerhörigkeit. Diese Symptome können die Entfernung der Rachenmandel (Adenotomie) begründen. Jedoch ist zu beachten, dass die gleichen Symptome durch eine (zusätzliche) Vergrößerung der Gaumenmandeln (Tonsillen) ausgelöst oder verstärkt werden können. Dann müssen ggf. auch die Tonsillen behandelt werden. Nach sorgfältiger Vorbereitung und Planung erfolgt die Adenotomie in München als ambulante Maßnahme in Narkose.

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