Die Speicheldrüsen

Schwellungen und Schmerzen im Bereich der Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse = Parotis, Unterkieferspeicheldrüse = Submandibularis) können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Neben den verschiedenen Entzündungen (z. B. Mumps), die medikamentös behandelt werden, gibt es häufig gutartige Tumoren, die nicht anders als durch Operation entfernt werden können. Bei Operationen an der Parotis gilt es, den Gesichtsnerv zu schonen, der mitten durch diese Drüse zieht. Der Einsatz von Monitoring-Geräten zur Identifizierung des Nervenverlaufs und die Verwendung von Mikroskop und feinsten mikrochirurgischen Instrumenten sind wichtige Hilfsmittel in der HNO-Kunde zur Verhinderung eines dauerhaften Schadens am Gesichtsnerven.

SPEICHELSTEINE

Aus unbekannten Gründen bilden sich manchmal in den Speicheldrüsen oder ihren Gängen kleine Steine, die die Gänge verlegen und im Laufe der Zeit größer werden. Dies kann zu plötzlichen Anschwellungen der betroffenen Drüse mit erheblichen Schmerzen führen. Auf Dauer kommt es auch zu schweren chronischen Entzündungen in den Drüsen.

Die Entfernung von Speichelsteinen

Die meisten Steine findet man in der Unterkieferspeicheldrüse (Submandibularis), viel seltener sind sie in der Ohrspeicheldrüse (Parotis). Steine, die ganz nah an der Mündung des Ausführungsganges liegen, werden vom HNO-Arzt in München ambulant z. B. mit einem kleinen Schnitt entfernt, der die Öffnung etwas erweitert (Gangschlitzung). Man kann auch mit einem feinen Endoskop in das Gangsystem der Drüsen hineinschauen und endoskopisch kleine Steine beseitigen. Mit feinsten Mikroinstrumenten können dann häufig selbst solche Steine entfernt werden, die tiefer im Gangsystem liegen. Gleichzeitig entdeckt man gegebenenfalls andere Ursachen für eine Abflussstörung des Speichels. Schwieriger wird es, wenn die Steine tiefer im Gangsystem oder in der Drüse selbst sitzen. Sehr gute Erfahrungen liegen dann mit der Ultraschallzertrümmerung solcher Steine vor (Lithotripsie). Dabei werden die Steine zunächst mit Ultraschall (Sonographie) geortet, und dann mit Ultraschallwellen zerstört. Die entstehenden, kleinen Steinpartikel werden mit dem Speichel aus dem Gangsystem herausgeschwemmt. Dieses Verfahren erfordert einige Sitzungen, ist für den Patienten aber insgesamt wenig belastend.Gesichtschirurgie München

Nur dann, wenn keine der genannten Maßnahmen für die Steinentfernung einsetzbar ist, wird die komplette Drüsenentfernung erforderlich. Aber auch dies ist für einen erfahrenen HNO-Arzt kein großer operativer Eingriff, für den nur ein wenige Zentimeter langer Schnitt unterhalb des Unterkiefers nötig ist.