Otosklerose

Entstehung von Otosklerose

Bei der Otosklerose kommt es durch knöcherne Umbauprozesse im Mittelohr zu einer Fixierung des kleinsten Gehörknöchelchens – des Steigbügels -, und damit zu einer Schallübertragungsstörung im Mittelohr. Im geringeren Umfang tritt auch eine Schallempfindungsstörung auf. Die Betroffenen stellen meist eine in gewissen Schüben fortschreitende Verschlechterung ihrer Hörfähigkeit fest, wobei oft zunächst ein Ohr erkrankt, später vielfach aber auch das andere.

Otosklerose Symptome

Abhängig davon, an welcher Stelle die Otosklerose im Ohr auftritt, können sich verschiedene Symptome zeigen. Häufig ist sind die Gehörknöchelchen betroffen und es kommt zu einer langsam fortschreitenden Schallleitungsschwerhörigkeit. In ungefähr 30% der Patienten tritt diese auf beiden Ohren auf. Ein weiteres wichtiges Symptom ist ein Tinitus mit einem tiefen Geräuschcharakter. Selten kommt es in der Gehörschnecke (Cochlea) zu einer Otosklerose. Ist dies jedoch der Fall, kann es in schwierigen Fällen zum Verlust der Hörfähigkeit kommen.

Otosklerose Diagnose

Die Sicherung der Diagnose ist bereits nach zwei oder drei verschiedenen Untersuchungen möglich. Eine mögliche Untersuchung ist der Gellé-Versuch. Bei diesem Stimmgabelversuch wird ein Überdruck im Gehörgang erzeugt, der die Gehörknöchelchenkette versteift. Hört der Patient den Ton der Stimmgabel gleich laut wie vor dem Überdruck, weist dies auf eine Otosklerose hin.

Eine Computertomografie kann zur Abklärung der Otosklerose hilfreich sein, da sie Knochenumbauprozesse sichtbar macht.  Bei einem Tonschwellenaudigramm wird die Leistungsfähigkeit von Luftleitung und Knochenleitung gemessen. Die Luftleitung beschreibt hierbei die Hörschwelle, wenn der Ton Gehörgang und Mittelohr passiert, während die Knochenleitung die Leistung des Innenohrs allein messen kann.

Es gibt aber auch Fälle, bei denen erst bei der Operation durch direkte Inspektion im Mittelohr die Diagnose der Otosklerose sichergestellt werden kann.

Otosklerose Operation

Die hier vorliegende Hörstörung kann in der Regel gut durch eine Operation (Stapesplastik) korrigiert werden. Dabei wird mit Mikroskop und feinsten mikrochirurgischen Instrumenten der fixierte Steigbügel weitgehend entfernt. Ersetzt wird er durch ein Mikroimplantat aus Titan, welches die Schallübertragung zwischen den erhaltenen Gehörknöchelchen und dem Innenohr wiederherstellt. Für die in diesem Fall erforderliche Eröffnung der Steigbügelfußplatte bevorzugen wir die berührungslose Chirurgie mit dem CO2-Laser.

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