Revision bei misslungener Ohranlegung

Leider werden immer noch Techniken zur Ohranlegung eingesetzt, bei denen der Ohrknorpel stark eingeschnitten oder sogar teilweise ausgeschnitten wird. Dies kann langfristig zu sehr unschönen Verformungen des Ohres führen, indem sichtbare Kanten oder Zackenbildungen auftreten. Solche Deformitäten werden manchmal von den betroffenen Patienten als belastender empfunden als es der Zustand vor der Operation war, gerade wenn aggressive Schnitt- oder Ritztechniken eingesetzt wurden.

Deformitäten dieser Art sind keineswegs leicht zu korrigieren, aber es ist nicht unmöglich. Inzwischen hat Professor Berghaus nach vielen erfahrungsreichen Jahren Methoden entwickelt, um auch sehr stark entstellende Verformungen von Ohren zu beheben, die durch „aggressive“ Ohranlege-Operationen ausgelöst wurden.

Typische Befunde bei misslungener Ohranlegung  

Häufige Deformitäten durch eine falsch ausgeführte Ohranlegeplastik sind Asymmetrie, Überkorrektur, Telefonhörerdeformität (Ohrläppchen und oberes Helixdrittel stehen bei Überkorrektur des Ohres ab) sowie Kanten- und Knickbindung. Außerdem kann das Ohr aufgrund der Entfernung von Knorpel schrumpfen. In manchen Fällen kann es durch eine zu starke Entfernung von Haut auch zu einem Verstreichen der Furche hinter dem Ohr kommen.

Verschiedene Methoden zur Reparatur

Abhängig von der vorliegenden Deformität kann der Einsatz verschiedener Methoden sinnvoll sein. Unschöne Kanten und Knicke werden beispielsweise durch erneutes Vernähen der Knorpelkanten mit anschließender Revisionsanlegeplastik mit Hilfe von Nahttechniken korrigiert. Bei Knorpeldefekten ist es möglich, ein Ohrmuschelimplantat aus porösem Polyethylen, welches individuell auf den Patienten abgestimmt ist, oder ein kleines Knorpeltransplantat einzusetzen und dadurch eine ansprechende Ohrmuschel zu erreichen.

Prof. Dr. Berghaus hat in den letzten Jahren mehrere schwere Fälle von Ohrmuscheldeformität nach einer misslungenen Ohranlegeplastik, wie hier beschrieben, mit Erfolg korrigiert. Eine erneute Korrektur war selten notwendig.

Sie möchten sich hierzu gerne bei Prof. Dr. Berghaus beraten lassen? Hier können Sie ihren individuellen Beratungstermin vereinbaren.

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