Stirnlift, Brauenlift

Bei der Beurteilung der Augenlider müssen von einem HNO-Arzt in München immer auch die Brauen und die Stirn in die Betrachtung einbezogen werden. Die Stirnregion ist als oberstes der drei gleichen horizontalen Gesichtsdrittel vom Oberrand der Augenbrauen bis zur Haarlinie beim Mann durchschnittlich etwa 7cm, bei Frauen etwa 5cm hoch. Bei der weißen Rasse findet man im ideal empfundenen Fall das innere Ende der Augenbraue auf einer Linie, die aufwärts vom Nasenflügel zum inneren Augenwinkel führt, das seitliche Ende der Augenbraue liegt auf einer ähnlichen Linie zwischen Nasenflügel und seitlichem Augenwinkel. Die männliche Augenbraue ist etwas weniger geschwungen als die weibliche. Die maximale Anhebung der Braue findet man auf einer senkrechten Linie durch den seitlichen Rand der Iris, ungefähr 2,5 cm von der Iris entfernt. Mit dem Alter verändern sich diese Werte.

Eine Anhebung der Brauen kann einen Hautüberschuss an den Oberlidern weitgehend oder gar vollständig ausgleichen. Ein müder, trauriger oder „böser“ Gesichtsausdruck, der zum Wunsch nach kosmetischer Chirurgie führt, weil er dem Gemütszustand der Betroffenen in der Regel gar nicht entspricht, wird häufig eher durch tief stehende Brauen als durch überschüssige Lidhaut ausgelöst.

Die älteren Verfahren zur Korrektur der Brauenposition (Brow Lift) beinhalteten die Ausschneidung von Haut unmittelbar oberhalb der Braue oder weiter oben hinter der Haarlinie. Die Entwicklung endoskopischer Techniken mit versteckten Schnittführungen hat diese direkten Hautexzisionen in den Hintergrund gedrängt.

Das Stirn- oder Brauen-Lift – die Begriffe sind gleichbedeutend – ist eine recht verbreitete Prozedur zur Gesichtsverjüngung; es wird isoliert oder in Kombination z.B. mit einem Face Lift oder einer Lidkorrektur (Blepharoplastik) vorgenommen. Die Zielregion ist die Augenzone, die häufig die frühesten Zeichen des Alterns aufweist. Hierzu gehören Oberlidfalten, die über das Augenlid hinaus in die Schläfenregion reichen, Zornesfalten oder quere Stirnfalten oberhalb der Nasenwurzel, und schließlich das Absinken der Augenbrauen. Ursprung dieser Veränderungen ist der Verlust an Elastizität des Gewebes, genetische Disposition und wiederholte, eingefahrene Gesichtsbewegungen (z. B. das permanente Stirnrunzeln, Zusammenkneifen der Augenlider, etc.). Personen mit sehr aktiver Gesichtsbewegung erleben vielleicht früher eine Faltenbildung ihrer Stirnregion, besonders dann, wenn sie viel der Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.

Ist eine Brauen-Ptose einmal eingetreten, neigen Betroffene dazu, die Stirnmuskulatur einzusetzen, um ihre Augenbrauen anzuheben und eine zunehmende Senkung der Lider zu verhindern, die letztlich von der Brauen-Ptose ausgelöst ist. Hierdurch wird ein Kreislauf von unwillkürlicher Aktivität der Stirnmuskulatur unterhalten, der immer tiefere Stirnfalten schafft, um das Herunterfallen der Oberlider auszugleichen. Die in guter Absicht – nämlich zur Straffung der Oberlider – durchgeführte Resektion von Oberlidhaut bei der Lidstraffung (Blepharoplastik) verstärkt ungünstigerweise die Brauen-Ptose. Dieses weitere Absinken der Augenbrauen nach Oberlid-Korrekturen kann – besonders bei Frauen – das ästhetische Ergebnis negativ beeinflussen. Ein geschulter HNO-Arzt in München kann mit Techniken, die die Aktivität der Stirnmuskulatur reduzieren und die Augenbrauen in eine passende Position anheben, die unerwünschten Falten deutlich reduzieren.

Eine zu starke Anhebung der Augenbrauen, vor allem im zentralen Bereich, gibt einem Gesicht allerdings einen überraschten oder erschrockenen Ausdruck, was wiederum vermieden werden muss.
Wenn allerdings die Brauenposition korrekt ist, dann kann eine Korrektur von Altersveränderungen des Oberlides sinnvoll sein.