Versorgung von Hörstörungen

Je nach Ursache werden Hörstörungen z. B. medikamentös versorgt, oder es erfolgt die Anpassung hochleistungsfähiger Hörgeräte. Neben den klassischen Hörgeräten, die hinter dem Ohr oder im Gehörgang getragen werden, ist jeweils zu prüfen, ob eventuell knochenverankerte oder implantierbare Hörgeräte empfehlenswert sind.

Umfangreiche, jahrelange Erfahrung mit sehr guten Ergebnissen gibt es mittlerweile bei der Versorgung von höchstgradig Hörgestörten mit dem Cochlea Implantat, das durch hochentwickelte Mikroelektronik und direkte Nervenstimulation das Hörvermögen wiederherstellen kann.

Die moderne Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde hat bei der Versorgung von Hörstörungen ein Qualitätsniveau erreicht, bei dem behauptet werden darf, dass so gut wie niemand mehr „gehörlos“ bleiben muss.

Compliance bei der Hörgeräteversorgung

Um ein Hörgerät für einen Patienten optimal einstellen zu können, sind im zeitlichen Verlauf meist mehrere Anpassungen notwendig. Hierfür ist natürlich neben dem regelmäßigen Tragen des Hörgerätes die Bereitschaft zur Mitwirkung (Compliance) sehr wichtig. Bei einer frühzeitigen Hörgeräteversorgung findet sich erfahrungsgemäß eine recht gute Compliance. Ältere Menschen hingegen, die bereits seit einigen Jahren sehr schlecht hören, kommen mit Hörgeräten oft weniger gut zurecht.

Moderne Hörgeräte haben vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, können digital programmiert werden und können sogar Tinnitus maskieren. Kleine Im-Ohr-Geräte werden lieber akzeptiert als sichtbare Hinter-Ohr-Geräte. Doch auch die Hinter-Ohr-Hörgeräte haben Vorteile: ihr Handling ist weniger schwierig als das der kleinen Im-Ohr-Geräte. Zudem kommt es beim Tragen dieser Geräte zu weniger Infekten als bei Im-Ohr-Geräten.

Für die Annahme eines Hörgerätes bei den betroffenen Hörgeschädigten ist aus den oben genannten Gründen ein beratendes und aufklärendes Gespräch sehr wichtig.

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